Kästen, Töpfe, Kübel
Materialien bestimmen maßgebend den Gesamteindruck. So steht Terrakotta für das mediterrane Flair, Edelstahl und klare Linien passen zu sehr modernen minimalistischen Designs. Pflanzkübel aus Fieberglas gewinnen in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung, da diese bei guter Qualität unverwüstlich sind und dabei in vielen Designs zur Verfügung stehen.
Kunststoff
Blumenkästen aus Kunststoff bieten sehr viele Vorteile:
- witterungsbeständig, unverwüstlich
- dauerhaft formschön
- meistens lichtecht gefärbt
- täuschend echte Imitationen anderer Materialein
- pflegleicht, es bildet sich kein Kalkrand, Moos, gut zu reinigen
- leicht, auch nach dem Bepflanzen
- häufig mit Bewässerungssystem
Fiberglas
Fiberglas ist ein unverwüstlicher Kunststoff, der mit Glasfasern verstärkt ist, woher auch der umgangssprachliche Name kommt. Fiberglas ist die Übersetzung von 'Glasfaser' und diese werden als faserige Verstärkung des Kunststoffes eingesetzt. Der Kunststoff selbst ist ein Polyesterharz, Epoxidharz oder Polyamid und ein hochwertiger Werkstoff in fast allen Lebensbereichen.
Polyrattan
Polyrattan ist ein, dem natürlichen Rattan im Aussehen nachempfundenes Material, jedoch wetterbeständiger, elastischer und haltbarer.
Polyresin
Polyresin ist ein Material, das aus Gesteinsmehl und Kunstharzen hergestellt wird und somit ein 'natürliches' Aussehen wie Gestein erhält. Unter Beimischung von Farbe, können die unterschiedlichsten 'Gesteinsarten' imitiert werden, mit dem Vorteil, dass die Produkte sehr leicht und wetterbeständig sind.
Metall
Zu beachten:
Blumentöpfe aus Metall können sich sehr stark durch Sonneneinstrahlung erwärmen. Dabei treten an der Oberfläche Temperaturen von bis zu 60C auf. Dies hat zur Folge dass sich die Erde im Blumentopf stark erwärmt. Dabei verdunstet die Feuchtigkeit im Topf und die Erde trocknet aus. Es gibt bereits Hersteller, die diesem Aspekt Rechnung tragen und die Pflanztöpfe isoliert anbieten.
Edelstahl
In der Regel sind Edelstahlkübel wetterfest und rostfrei. Sie wirken durch die gebürstete Oberfläche besonders edel. Ein Einsatz ist nicht erforderlich (jedoch möglich), der Kübel kann direkt bepflanzt werden.
Verzinktes Stahlblech
Stahl ist Eisen, das durch Reduzierung von Kohlenstoff und Zugabe von veredelnden Metallen schmied- und formbar wird. Stahlblech ist dünn gewalzter Stahl, hat aber die unangenehme Eigenschaft, dass es in Verbindung mit Wasser schnell zu rosten beginnt. Diesen Prozess kann man unterbinden, indem man die Oberfläche des Bleches mit einer dünnen Schicht aus Zink überzieht. Das Endprodukt ist dann verzinktes Stahlblech, das vor Rost geschützt ist. Dennoch darf das Material nicht mit säurehaltigem Wasser in Verbindung gebracht werden, beispielsweise Wasser mit Düngemittel. Daher ist ein Kunststoffeinsatz von Vorteil.
Zink
Durch Witterungseinflüsse setzt eine helle, steinartige Patinierung ein - eine für Zink als lebendiges Material natürliche Entwicklung.
Naturwerkstoffe
Terrakotta und Ton
Der Preis variiert, abhängig davon, ob der Topf maschinell oder manuell hergestellt wurde. Mehrfach gebrannter und feinporiger Ton ist winterfest und kann deshalb auch in der kalten Jahreszeit draußen stehen bleiben. Ist der Terrakotta Topf nicht lasiert, muss man verstärkt gießen, da das Gießwasser nach außen über die Kübelwände verdunstet. Durch die Verdunstung entstehen Kalkablagerungen an der Außenwand der Gefäße und diese Patina kann den typischen verwitterten Charakter des Topfes verstärken. Möchte man diese Ablagerungen entfernen, nimmt man Essigwasser und einen Schwamm zur Hilfe.
Nachteilig an Ton und Terrakotta ist das hohe Eigengewicht des Pflanzenkübels.

Rattan
Rattan ist eine kletternde Palme, die Rotangpalme (rotan ist der malaiische Ausdruck für Rattan), die an den hohen, tropischen Bäumen in Südostasien, bis zu 150 Meter lang werden können. Unter heißem Dampf wird das Material weich und elastisch und kann dann zu allen möglichen Gegenständen, bis hin zu Möbeln, verarbeitet werden.
Naturstein, Steingut
Naturstein-, Steinguttöpfe sind eine Anschaffung für's Leben - sie halten oft jahrzehntelang und werden durch die Witterung optisch geprägt. Der Preis auch vergleichsweise hoch. Ein weiterer Nachteil ist das schwere Gewicht dieses Materials, weshalb es ratsam ist, den Naturstein-Topf mit einer Ganzjahresbepflanzung zu versehen.
Holz
Vor- und Nachteile:
- relativ lange Haltbarkeit. Bei guter Pflege können dies mehr als zehn Jahre sein
- je nach Material pflegeintensiv (mind. 1 mal im Jahr mit zum Beispiel Leinöl einstreichen)
- Durch die Poren des Holzes kann die Pflanze besser atmen als durch andere Materialien
- Das Holz hat auch eine isolierende und damit schützende Wirkung: Im Hochsommer gelangt die Hitze nicht so stark an die Wurzeln der Pflanze und fügt diesen somit keinen Schaden zu

